Ein einheitliches Design auf deinem Blog und all deinen Social Media Kanälen ist eine großartige Möglichkeit, um deinen Wiedererkennungswert zu steigern, dich zu positionieren und von deinen Mitbewerbern abzuheben. Allerdings ist es gar nicht immer so einfach, diesen einheitlichen Look auch umzusetzen. Eine Möglichkeit, wie du es schaffen kannst, dir zumindest recht einfach deine Richtlinien vor Augen zu halten, ist ein Brand Board.

Was ist ein Brand Board?

Ein Brand Board zeigt auf einen Blick alle wichtigen (visuellen) Elemente, vom Logo und seinen Variationen bis hin zu Designelementen wie Buttons oder Banner. Dadurch hilft es dir dabei, alle Informationen stets zur Hand zu haben und bei der Erstellung von visuellem Content einen einheitlichen Look beizubehalten.

Wie ein Brand Board aufgebaut ist und was es beinhaltet, zeige ich dir am Beispiel von meinem neuen Branding:

Die Basics

Wenn du dir Brand Boards anschaust (Hallo Pinterest!), dann wirst du sehen, dass sie alle relativ ähnlich aufgebaut sind. Es gibt Basics, die eigentlich in jedem Brand Board enthalten sind:

1 | Das Logo

Das erklärt sich vermutlich von selbst 😉 Dein Logo ist das Herz deines Brandings, es wird unmittelbar mit dir oder deiner Marke verknüpft.

2 | Die Farben

Mithilfe von Farben schaffst du es am einfachsten, ein Gefühl zu transportieren.

Es ist ein bisschen tricky, Farben zu finden, die gut zusammen funktionieren und dir gleichzeitig möglichst viele Kombinationen bieten. Das Gleichgewicht zwischen hellen und dunklen Tönen muss passen und die Farben müssen untereinander gut harmonieren. Hier kann ich dir nur raten viel auszuprobieren und mit einem Moodboard zu arbeiten!

Am Besten schreibst du die Hex-Zahlen zu deinen Farben gleich dazu, so schaffst du es, auch überall den genauen Farbton zu treffen.

3 | Die Schriften

Welche Schriften möchtest du verwenden und wofür werden sie eingesetzt?

In meinem Fall nutze ich drei Schriften. Das sollte auch das Maximum sein, sonst wird es zu unruhig. Ich nutze die Montserrat für Überschriften auf dem Blog und für meine Bloggrafiken, die Lato für den Fließtext auf meinem Blog und Madina für Akzente.

Die Extras

Welche Informationen abseits der Basics noch in deinem Brand Board enthalten sind, ist ganz individuell abhängig von deinem Branding und den Schwerpunkten, die du für dich setzt. Manche sind ganz schlicht und beinhalten nur die wichtigsten Informationen, andere halten jedes Detail fest.

4 | Logo-Variationen

Neben dem Hauptlogo gibt es oft auch noch Variationen. Sie kommen zum Einsatz, wenn das Format oder die Farbgebung deines Hauptlogos nicht passend ist. Du solltest dir also vor dem Branding bereits überlegen, wozu du dein Logo brauchst, welche Formate dafür nötig sind und welche Eigenschaften es mitbringen soll.

Möchtest du dein Logo auch als Profilbild für deine Social Media Kanäle verwenden? Dann sollte es eine quadratische Form haben und auch in einem kleinem Format erkennbar und lesbar sein. Wenn du dein Logo als Wasserzeichen für deine Fotos oder Videos verwenden willst, sind wiederum andere Eigenschaften wichtig.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es oft Sinn macht, eine längliche Version (zum Beispiel als Header) und eine quadratische Version (zum Beispiel als Profilbild) zu erstellen. Außerdem solltest du dir überlegen, ob du verschiedene Farbvarianten deines Logos haben möchtest und wie dein Favicon (das kleine Bildchen im Browser-Tab neben dem Namen deiner Seite) aussehen soll.

5 |Moods

Das Moodboard ist bei mir der erste Schritt des Brandings. Hier wird die Grundstimmung generiert, die das Branding ausstrahlen soll, außerdem bereits Farbstimmungen und Elemente festgelegt. So fällt es später beim Design auch leichter, den Fokus nicht zu verlieren. Diese Grundstimmung lässt sich natürlich am Allerbesten anhand von Fotos darstellen.

Nicht jeder Designer verwendet diese Moods auch auf dem Brand Board, ich finde es allerdings ganz schön und hilfreich, stellvertretend 4-5 Bilder aus dem Moodboard auch auf dem Brand Board zu präsentieren.

 6 | Muster

Muster sind eine schöne Idee, um deinem Design etwas Eigenes zu verleihen und für etwas Abwechslung zu sorgen. Du kannst sie als Hintergrund für deine Website verwenden, aber auch für Grafiken, auf deinen Social-Media-Kanälen etc.

7 | Designelemente

Nutzt du individualisierte Designelemente auf deiner Website, wie z.B. eigene Social-Media-Buttons, Illustrationen oder Banner in der Sidebar? Auch sie kannst du auf deinem Brand Board festhalten, damit du sichergehen kannst, dass sie zum Rest deines Brandings passen.

8 | Blogfotos & Bloggrafiken

Wenn dein Blog sehr fotolastig ist, dann überlege dir, wie deine Fotos aussehen sollen. Welchen einheitlichen Stil möchtest du verfolgen? Nutzt du eher Grafiken und Schrift, solltest du auch hier überlegen, wie du eine einheitliche Linie hineinbekommst, sodass man sie klar dir und deiner Seite zuordnen kann.

Brand Board

 

Hast du dir schon einmal überlegt, ein Brand Board zu nutzen? Ich finde es wirklich hilfreich, weil es einem ganz viele Entscheidungen erleichtert bzw. abnimmt. Ich habe meins als Datei auf meinem Desktop liegen und fast täglich im Einsatz!